Vom Leben gezeichnet, von mir verfasst
Kinder

Trockene Tatsachen: 

Name: H.H.= Heidi, Helene.
Jahrelang konnte ich meinen Zweitnamnen verbergen, verleugnen, ignorieren, jetzt erfährt es Gott und der Zuschauer.
Sternzeichen: Löwe
Aszendent: keine Ahnung, ist mir auch egal

Titel:
Diplom Sportpädagogin (Titel ist echt)
Diplom Spaßmacherin (Titel ist nicht echt, aber ehrlich)

Hobby:
Schnapsbrennen (auch ehrlich)
2003 Zwetschge,
2004 Birne
2005 schöpferische Pause,
2006 Wiederaufnahme Zwetschge

Dinge, die mein Leben wirklich prägten: Rheinischer Frohsinn- schon 50 Jahre vor meiner Geburt wurde dieses Temperament  in unserer Familie gehegt, gepflegt und vererbt.

Nur konsequente Zwingerhaltung konnte mich selbst als Einjährige davon abhalten, auf jede Bühne zu springen,die man mit Lauflernschuhen erreichen konnte. Das zweite Kind im Zwinger tarnt nur mein Einzelkindschicksal (nein, diese Photo entstand nicht in einem rumänischen Kinderheim, sondern in der Voreifel).

Die nächsten 17 Jahre verplemperte ich künstlerisch mit Krippenspielen und im Jugendblasorchester  (Frohnleichnahms-prozessionen und aktive Teilnahme am Veedelszug  Köln-Pulheim).Von 1983-88 Studium an der Sporthochschule Köln mit Schwerpunkt Spiel-Musik-Tanz/Bewegungstheater. Schon damals wurde mir klar: Ich machs lieber selbst, als anderen zu zeigen wie es geht. 1986-1988 Sommerschule für Theater und Straßentheaterin Graz. Hier erster Kontakt zur zweiten "Tante" Annette Grabiger und dem "Tantenregisseur" George Isherwood. 

Doch wie Beethoven blieb ich als Rheinländerin im Lande Mozarts. Beethoven wurde zwar berühmter als ich, doch die Tatsache, eine Feuerkeulenjonglage auf dem  Klagenfurter Hauptplatz bei 30 Grad im Schatten  in einem 100% Polyesterkleid überlebt zu haben, bringt zumindest etwas Farbe in jede Biographie. Clowncompagnie "Die Schockerlinge", wir schafften es immerhin in das Kinderunterhaltungsprogramm  der Salzburger Festspiele,- Wechsel in den Indoorbühnenbereich.
1990-1992  Serapionstheater Wien:
Produktionen für die Wiener Festwochen, fürs ORF und Auslandsgastspielen - oder 400 qm Bühnenfußboden bemalen,in Pömps über frisch imprägnierte, glitschige, 5 m hohe Schiffsplanken klettern, sich mit ölverschmierten Haaren in Rindenmulchwälzen, aber auch Kreativität, Ensemblegeist (hört, hört liebeSolistinnen) und Festen, die den Namen verdient haben.
Mai 92: mit fast 30 fang ich das Rauchen an, - jeder Jeck is anders.

Seit 1992 in Bamberg, - wer Rheinländern den Mund verbietet betreibt aktive Sterbehilfe- aber, der Franke ist offen und gesprächsbereit, bis man ihn anspricht- in diesem Spannungsfeld entstanden 4 "Tanten" Kabarettprogramme. Wir beschlossen von Anfang an davon zu leben, was erstaunlicherweise auch geklappt  hat. "Die Tanten beweisen, das Humor geschlechtslos ist", danke Kölner Stadtanzeiger, nix anderes war unsere Absicht. Wir "Tanten" füllten  Scheunen, Gasthäuser und andere Bühnen,es folgten Fernsehauftritte für 3Sat, WDR und BR und wir wurden von Bischoff Dr.Dr. Dyba (†) unter Klageandrohung von 8000 DM pro Auftritt gestellt, leider blieb es nur bei der Androhung; sonst wären wir noch berühmter geworden.

So- seit 2002 bin ich auch Solo- was die Bühne betrifft, privat hat mir mein Hund vor 15 Jahren einen Mann ausgesucht, weil er sich während einer Stadtführung dauernd auf die Füße legte.
Mit meinem 5.Soloprogramm „Frühreif“ tourte ich durch die Republik und auf der MS Europa über die sieben Weltmeere. Mein Motto: Wenn schon durch mich nicht das Schiff sinkt, dann wenigstens der Altersdurchschnitt!“
Um mein Leben als künstlerische Solistin etwas aufzuheitern schreibe ich mit meinem Kollegen Arnd Rühlmann Lokalkrimis, aus denen wir noch lieber vorlesen, führe Regie, u.a. Bei Mäc Härder und am Theater am Schützenhof in Würzburg. Näheres auch unter „Seitensprünge“.

Mein aktuelles Programm heißt "4 Wände für ein Halleluja".

Schnaps
Babies
Boden
Die Tanten
Springen
lokalkrimi